Liebe Brautpaare,
wenn es sich anbietet, könnt ihr bei der Planung eurer Hochzeit schon ein paar Dinge berücksichtigen, die später eurem Hochzeitsfotografen helfen, schönere Hochzeitsfotos zu gestalten.
Hochzeitsfotos während der kirchlichen Trauung: Einige Priester mögen nicht, wenn der Fotograf mit Blitzlicht fotografiert, andere verbieten das Fotografieren zu bestimmten Punkten der Trauung und manche erlauben es überhaupt nicht, dass sich euer Hochzeitsfotograf im Altarraum der Kirche aufhält. Klärt das bitte unbedingt im Vorfeld ab. Auch die Anzahl der Gäste sollte von Anfang an in die Planung mit einbezogen werden. Eine große Kirche mit nur 50 Gästen wirkt leer, insbesondere dann, wenn sich die Gäste alle in ein paar einzelne Bankreihen setzen. Bittet vorher schon eine Freundin darauf zu achten, dass Eltern mit kleinen Kindern ihre Kinderwägen etwas abseits parken. Vor allem nicht direkt im Kirchenschiff, an der Außenseite der Bänke. Euer Hochzeitsfotograf kann das vielleicht nicht mehr erledigen, weil gerade Eltern oft erst ganz kurz vor Beginn der Trauung in die Kirche kommen.
Balkone und Emporen bieten wunderbare Standpunkte für Hochzeitsfotos aus der Vogelperspektive. Fragt nach, ob es möglich ist, dass euer Hochzeitsfotograf Zutritt erhält. Klärt auch noch ab, wann die Kirche aufgeschlossen wird, damit der Fotograf bereits vor eurer Ankunft Zeit hat, sich gute Standpunkte auszusuchen und Detailaufnahmen z.B. vom Blumenschmuck zu machen.
Hochzeitsfotos nach der Trauung: Es entstehen wunderbare Bilder (und auch ein wunderbares Gefühl), wenn ihr nach der Trauung mit Reis, Blütenblättern oder Seifenblasen empfangen werdet. In diesem Fall solltet ihr schon bei der Wahl der Kirche / des Standesamtes klären, ob es erlaubt ist Dinge zu streuen. Wollt ihr einen solchen Empfang haben, zögert nicht, Freunden einen Tipp zu geben, dass euch dies gefallen würde.
Hochzeitsfotos im Freien. Stimmungsvolle Hochzeitsfotos im Freien sind am besten möglich, wenn die Sonne tief steht. Überlegt euch schon bevor ihr den exakten Zeitpunkt der Kirche festsetzt, wann ihr die Portraitfotos machen wollt. Die schlechteste Zeit für das Portraitshooting ist die Mittagszeit. Das Licht der hochstehenden Sonne wirft unvorteilhaft harte Schatten und macht hohe Kontraste. Manchmal ist aber gerade die Mittagszeit im Tagesablauf die ideale Zeit für die Portraitbilder. Sollte es auch bei euch so sein, keine Bange. Man ist dann zwar etwas eingeschränkter, aber ein professioneller Hochzeitsfotograf fotografiert euch auch Mittags schöne Portraitbilder. Oft ist dann später doch noch Zeit und Lust da, für einen kleinen Fotospaziergang im stimmungsvollen Abendlicht.
Hochzeitsfotos in historischen Gebäuden. Historische Gebäude bieten fantastische Möglichkeiten für Hochzeitsfotos. Geht aber nicht einfach davon aus, dass alle Bereiche stets für Fotoaufnahmen offen stehen. Wenn ein Schloss oder ein Kloster einen schönen Korridorr oder Innenhof hat, den ihr als Hintergrund nutzen möchtet, klärt ab, ob öffentlicher Zugang besteht und ob dort auch Hochzeitsfotos gemacht werden dürfen. Oft wird für euch als Brautpaar und euren Fotografen sogar eine Ausnahme gemacht. In öffentlichen Anlagen ist man oft nicht alleine unterwegs. Denkt daran, vor allem wenn ihr Hochzeitsfotos in weitläufigen Treppenhäusern oder vor beeindruckenden Eingängen wünscht. Andere Leute werden ein- und ausgehen und es wird deshalb ein bisschen mehr Zeit und Geduld erfordern.
Hochzeitsfotos im Standesamt. Seit ein paar Jahren bieten immer mehr Standesämter das Heiraten in traumhafter Umgebung an. Man findet sie vermehrt in historischen Gebäuden mit alten Treppenhäusern, Fenstern und Möbeln, oft umgeben von schönen Parks. Fragt vorher unbedingt, wie viel Zeit nach der Trauung für Hochzeitsfotos zur Verfügung steht. Oft sind die Trauungen nämlich sehr knapp hintereinander angesetzt.
Der richtige Hochzeitsfotograf
Wenn ihr Wert auf schöne, ästhetische Hochzeitsfotos legt, die fähig sind Gefühle anzuregen, dann braucht ihr einen professionellen Hochzeitsfotografen. Wenn nicht, kann euch auch ein Verwandter oder Bekannter fotografieren. Wichtig dabei: Der angeheuerte Freund sollte nicht auf der Gästeliste stehen. Bürdet bitte keinem Gast diese Verantwortung auf. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Auch ich werde als geladener Hochzeitsgast ab und zu gefragt, ob ich denn auf der Hochzeit nicht so nebenbei ein bisschen fotografieren könnte. “Die Portraitfotos mache ich gerne, die schenke ich euch zur Hochzeit, aber für die Reportagefotos möchte ich nicht zuständig sein,” ist dann meine Antwort. Denn wer eine Reportage ordentlich fotografiert, der feiert nicht. Und wer wirklich nur ab und zu ein paar Fotos macht, enttäuscht letztendlich im Nachhinein das Brautpaar.
Der Druck unter dem ein Hochzeitsfotograf steht, ist nicht zu unterschätzen. Er muss ständig präsent sein, darf dabei aber nicht aufdringlich wirken und ganz nebenbei muss auch noch jedes Foto gelingen, da sich kein Moment wiederholen lässt.
Schöne Bilder sind die Basis für eure Hochzeitserinnerungen. Mit schönen Aufnahmen und den Datensätzen dazu könnt ihr erst mal eine Menge spielen. Dankeskarten lassen sich zum Beispiel bei mehreren Internetdruckereien ganz einfach gestalten. Es gibt verschiedene Layout-Vorlagen, richtig schön von Grafikern gestaltet, in die ihr eure Hochzeitsfotos nur noch einzufügen braucht. Auch bei Alben: ein professionelles Hochzeitsalbum könnt ihr euch viel später noch gönnen. Wenn ihr aufs Budget schauen müsst, dann gestaltet erst einmal selbst euer ganz persönliches Album. Entweder als gedrucktes Fotobuch, mit ScrapBooking oder ihr klebt eure Hochzeitsfotos ganz klassisch ein. Ich höre in letzter Zeit immer wieder von Bräuten, dass sie – ganz unabhängig vom Budget – ihr Album lieber selbst gestalten, weil sie es dann individuell und persönlich machen können.
Wichtig ist für die Fotografenwahl in erster Linie, dass euch die Bilder gefallen und dass ihr die Datensätze in Originalauflösung bekommt. Damit bekommt ihr auch die Freiheit mit euren Bildern selbst zu gestalten.
Sympathie…ist neben den Bildern das A und O, das für oder gegen einen Fotografen spricht. Selbst wenn das Preis-Leistungsverhältnis am besten ist, wenn der Funke nicht überspringt und ihr euch nicht sympathisch seid, dann wählt lieber einen anderen Hochzeitsfotografen.
